Slawen an der unteren Mittelelbe

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Geschichtswissenschaft

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Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Georg-August Universität Göttingen
Prof. Dr. Hedwig Röckelein
Sébastien Rossignol M.A.

Projekt
Geschichtswissenschaft

Das Untersuchungsgebiet des Projektes „Slawen an der unteren Mittelelbe“ wird in den Schriftquellen des 9. bis 12. Jahrhunderts in erster Linie mit den Linonen in Verbindung gebracht. Die Linonen tauchen zum ersten Mal in den Reichsannalen zum Jahre 808 auf und ihr Name wird zum allerletzten Mal in der Chronica Slavorum des Helmold von Bosau am Ende des 12. Jahrhunderts genannt. Einzigartig ist die Tatsache, dass dieser „Stamm“ – von Autoren der Zeit gelegentlich als populus oder gens bezeichnet – über einen so langen Zeitraum trotz Unterbrechungen immer wieder in den Quellen erscheint, während so viele der kleine Gruppen benennenden ethnischen Namen zwischen Elbe und Ostsee nur selten erscheinen und sehr schnell verschwinden. Trotz dieser scheinbaren Kontinuität im ostfränkischen und deutschen Diskurs hatte jedoch die politische Konstellation bei den Linonen und rund herum mehrere Verwandlungen erlebt.
Die die Linonen im engeren und das Untersuchungsgebiet des Projektes „Slawen an der unteren Mittelelbe“ im weiteren Sinne betreffenden Schriftquellen werden parallel zu den archäologischen und vegetationsgeschichtlichen Untersuchungen unter wissenschaftlicher Betreuung von Prof. Dr. Hedwig Röckelein, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Georg-August Universität Göttingen, vom Doktoranden Sébastien Rossignol M.A. analysiert. Geplant sind Beiträge in der Form von das Projekt begleitenden fachwissenschaftlichen Aufsätzen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. August 2009 um 13:26 Uhr